Sinnlose Reparatur

i-can-do-it
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Was für eine Nacht. Das war mal wieder ein perfektes Beispiel für meine sinnlose Sturheit. Vielleicht kennst du das auch. Man versucht etwas unbedingt hinzubekommen, aber sieht gar nicht die einfache Lösung des Problems.

Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht

Es fing damit an als heute Nacht um 01:30 Uhr meine Computer-Maus den Geist aufgab. Eigentlich war es nur das Rädchen, mit dem man runter und hoch scrollen kann.
Naja, auf jeden Fall funktionierte die Technik nicht so wie ich es gewohnt war. Und das stellte in diesem Moment ein großes Problem für mich dar.
Ich wollte ja einen Blog-Artikel schreiben und das geht mit einer funktionierenden Maus einfach besser.

Also schraubte ich, weil ich mir einbildete es muss jetzt sein, dieses kleine Ding auf und schaut nach um welchen Fehler es sich handelte.
Es war ein sehr kleines Plastik-Stückchen abgebrochen und nun drehte sich zwar das Mausrad, aber es gab keine Übertragung der Bewegung an den Computer.

Spätestens jetzt hätte mir auffallen müssen, dass ich mehr kreative Arbeit schaffe, wenn ich einfach das Touchpad meines Laptops verwende.
Aber ich wäre nicht der selbsternannte Heimwerker-King, wenn ich jetzt aufgeben würde.

Es ging also weiter mit der Reparatur.
Ich schraubte die komplette Vorrichtung raus und versuchte dieses kleine Plastik-Teilchen wieder an das Rad zu kleben.
Das ging nicht so einfach wie gedacht, also musste eine andere Lösung her.
Den ganze Verlauf meiner sinnlosen Arbeit möchte ich dir ersparen, aber ich möchte dir die Erkenntnis vermitteln, die ich mal wieder durch so eine Aktion gewonnen habe.

Nach 3 Stunden, es war mittlerweile 04:30 Uhr, suchte ich eine kleine Schraube in meiner Technik-Kiste. Da fiel mein Blick auf eine Computer-Maus, die einfach so in dieser Kiste lag. Ich hatte sie dort hinein gelegt, weil ich sie vor einiger Zeit gegen eine bessere ausgetauscht hatte.
Jetzt hatte ich zwar eine funktionierende Maus, aber keine Energie mehr auch nur ansatzweise kreativ zu werden.

Rückblickend musste ich total darüber lachen.
Ich hatte mir, mal wieder, den schwierigen Weg ausgesucht und hatte damit keinen Erfolg.
Manchmal reicht es, glaube ich, mal einen Schritt zurück zu machen und die Situation von einer anderen Entfernung, oder einem anderen Blickwinkel zu betrachten.
Hätte ich einfach das Touchpad benutzt, hätte ich mindestens einen Artikel schreiben können, wäre nicht so genervt gewesen und wäre mit einem angenehmen Gefühl ins Bett gegangen.

Hätte, hätte – Fahrrad-Kette.

Es ist, wie es ist und trotzdem nehme ich mir vor das nächste Mal gut abzuwägen ob sich der Stress lohnt, oder ob es nicht besser wäre einfach mal mit Abstand auf das Problem zu schauen.
Manchmal entdeckt man erst die Lösung, wenn man sich vom Problem entfernt.

Liebe Grüße
PR

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